3. Von der Idee zum Buch

Hemmungen durch Schreibblockade

Du willst eine Idee zum Buch machen und an einem Manuskript arbeiten? Warum schaffst du es nicht, anzufangen oder weiterzuschreiben? Du willst es doch! Reicht das nicht? Eine Schreibblockade kann ganz schön zermürbend sein, auch wenn der Wille vorhanden ist, das Buch schreiben zu wollen. In diesem Artikel wirst du erfahren, wie sich eine Schreibblockade ausdrückt, was du dagegen tun und wie du ihr vorbeugen kannst.

Was ist eine Schreibblockade?

Eine Schreibblockade ist der Zustand, sein Manuskript nicht weiterschreiben zu können. Es ist wie eine dicke Mauer, durch die du nicht hindurch oder über sie schauen kannst und die so massiv auf dich wirkt, dass du glaubst, sie nicht einreißen zu können. Es fallen dir keine Worte ein, du hast keine Idee, wie es im Roman weitergehen soll oder wie du etwas so formulierst, dass es für dich stimmig klingt.

Gründe für eine Schreibblockade können so unterschiedlich sein. Finde deshalb heraus, was sie bei dir ausgelöst haben könnte. Erst wenn du den Grund kennst, kannst du dagegen etwas unternehmen. Manchmal sind es Dinge wie unstrukturierte Vorgehensweisen, störende Einflüsse oder mangelnde Vorbereitung. Es kann aber auch tiefgreifende emotionale Gründe geben, weshalb du ausgerechnet jetzt nicht schreiben kannst. Steckst du in einer stressigen Zeit, dann kann eine Schreibblockade bereits von Weitem winken. Es kommt ganz auf den Menschen an und lässt sich nur schwer pauschalisieren. Es gibt Leute, die können während eines Jobwechsels oder Umzugs perfekt schreiben. Andere haben dafür einfach nicht „den Kopf“ und sitzen frustriert vor dem Computer, weil ihr Verstand sich weigert, irgendwie zu arbeiten.

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Was hilft bei einer Schreibblockade?

Sobald du erkannt hast, dass du eine Schreibblockade hast und was sie auslöst, kannst du dich mit einigen Tipps von ihr lösen. Denn eine Schreibblockade ist keine fette Mauer. Mit der richtigen Betrachtungsweise verwandelt sie sich in Glas und lässt sich einfacher durchdringen.

Grundbausteine, die bei einer Schreibblockade helfen, sind:

  • Geduld
  • Zuversicht
  • Selbstkontrolle
  • Motivation
  • Freude

Diese Steine stützen den Rest, der nötig ist, um die Schreibblockade aufzulösen. Geduld mit einem Monsterprojekt zu haben, erfordert, dass du zuversichtlich bleibst, und zwar bis zum Schluss. Du musst dich immer wieder neu motivieren, damit du an dein Ziel gelangst. Dabei hilft dir deine Freude am Schreiben. Eine gewisse Form der Selbstkontrolle ist für dein Vorhaben nötig. Sind die Grundbausteine alle gelegt, kannst du mit ihnen einer Schreibblockade vorbeugen, bevor sie entsteht.

7 Tipps, die dir helfen, eine Schreibblockade vorzubeugen

  1. Nimm dir Zeitblöcke zur Hilfe, beispielsweise 30 Minuten. Schreibe Szene für Szene, so kommst du voran. Steckst du in einer Szene fest, beschäftige dich einen Zeitblock nur damit. Reicht das nicht, kann es helfen, erst einmal an einer anderen Stelle des Romans weiterzuarbeiten.
  2. Schreibe an deinem Buch nur, wenn du den Kopf dafür hast. Bist du schon seit sechs Uhr morgens wach und hattest vor, dich um neun Uhr abends an deinen Roman zu setzen, du bist aber total müde und ausgelaugt, dann lass es lieber.
  3. Trenne das Schreiben vom Redigieren. Es ist für den Schreibfluss kontraproduktiv im Text hin und her zu springen und bereits Geschriebenes zu überarbeiten. Erst Text verfassen, später korrigieren.
  4. Ab und zu mal den Ort zu wechseln, an dem du schreibst, kann helfen, Schreibblockaden vorzubeugen. Es bringt neue Eindrücke mit sich und verbessert die Atmosphäre, nicht nur gedanklich zu wandern, sondern auch körperlich.
  5. Regelmäßiges Schreiben beugt einer Blockade vor. Das bedeutet nicht, dass du dich zum Schreiben zwingen oder du täglich daran sitzen musst. Regelmäßig kann auch heißen, dass du einmal in der Woche für drei Stunden schreibst, oder zweimal in der Woche für eine Stunde.
  6. Gliedere deinen Schreibprozess. Vorplanung ist immer gut. Wer einen gewissen „Fahrplan“ hat, der geht strukturierter an die Sache. Schreibblockaden entstehen u.a. durch Leerlauf.
  7. Baue dir Schreibrituale ein. Das kann ein Snack oder eine Playlist sein, die du nur zum Buchschreiben verwendest. Ich mache mir beispielsweise gerne eine Duftkerze an. Andere trinken eine heiße Schokolade mit Sahne und Marshmallows zum Einstieg – dieses Heißgetränk genießen sie lediglich beim Schreiben.

Übungen zum Auflösen von Schreibhemmungen

  • Übung 1: „Erkenne deinen Wert“

Diese Übung eignet sich für dich, wenn du Selbstzweifel hast und nicht genug an dich und an dein Buchprojekt glaubst. „Mein Schreibstil ist langweilig“, „Ich bin nicht gut genug“ oder „Wenn ich selbst nicht schreiben kann, wer sollte den Blödsinn wohl lesen?“. Das sind negative Glaubenssätze, die deine Sicht auf dich selbst mit einem grauen Schleier bedecken. Versuche für ein besseres (Selbst-)Gefühl deshalb diese Übung. Du kannst sie öfter in deinen Alltag einbauen. Das erhöht den positiven Effekt.

Um Selbstzweifel zu eliminieren, haben sich positive Affirmation bewehrt. Das sind positiven Glaubenssätze. Wenn du Sätze, wie oben erwähnt, bei dir selbst bemerkst, kannst du diese in gute Glaubenssätze umwandeln. Sprich positive Affirmation immer in der Ich-Form aus und formuliere sie so, als wären sie schon eingetroffen. „Mein Schreibstil ist fantastisch“, „Ich bin kompetent genug, ein Buch zu schreiben“ oder „Ich schaffe es, ein Buch zu schreiben und es wird von anderen gerne gelesen.“ Erstelle dir eine Liste von Affirmationen und sage sie öfter zu dir selbst. Damit strukturierst du dein Gehirn von destruktiv auf konstruktiv.

  • Übung 2: „Freies Schreiben“

Eine mechanische, aber hilfreiche Übung ist es, einfach drauf los zu schreiben. Stelle dir einen Timer auf zehn Minuten und schreibe komplett durch, ohne Pause – egal, was dir durch den Kopf geht. Du könntest zum Beispiel damit beginnen zu schreiben, dass du diese Übung machst, weil du nicht weißt, wie du die nächste Szene schreiben sollst. Wenn du erst einmal die ersten Worte aus deinem Kopf auf Papier gebracht hast, kommt der Rest von selbst. Bei dieser Übung geht es nicht darum, eine Lösung für eine fehlende Szene zu kreieren. Hier geht es um den Gedankenfluss und dass man ihn nicht bewerten sollte. Jeder Gedanke hat sein Recht, gehört und aufgeschrieben zu werden.

Von der Idee zum Buch

Von der Idee zum Buch zu gelangen braucht seine Zeit. Während du die Rohversion deines Romans schreibst, kann dir einiges widerfahren. Wichtig ist, dass du dranbleibst, geduldig mit dir bist und dein Ziel nie aus den Augen verlierst. Stelle dir vor, wie toll es sich anfühlen wird, unter dem letzten Satz „Ende“ schreiben zu können. Auch eine Schreibblockade kannst du überwinden, wenn du verstehst, was sie auslöst.

Author

tina@familie-reinhardt.de

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Der Schreibprozess

25. Mai 2022